Tag 11: Autofahren in Thailand (praktisch)

Wir nehmen unseren Honda City, der überraschend geräumig ist, ohne weitere Probleme in Empfang und starten direkt durch zu unserem Ausflugsziel. Zwar finden wir es nicht auf Anhieb, aber die Landschaft ist so atemberaubend grün, dass es uns nicht stört und wir genießen die Fahrt. Adrian hat sich schnell ins Thema „Verkehr in Thailand“ eingefunden, allerdings stellen wir fest: Die Thais fahren wirklich genau so, wie beschrieben. Vorsicht ist auf jeden Fall geboten.
In Ao Luk besteigen wir ein Boot und werden exklusiv, also nur wir drei, durch eine Grotte gefahren und halten an einer Höhle, die durch 4000 Jahre alte Höhlenmalerei bekannt geworden ist. Die Besichtigung macht Spaß, die Rückfahrt führt uns jedoch durch ziemlich pralle Sonne und wir beschließen, am Anleger, wo eine Art Open Air Bistro auf dem Wasser ist, ein Getränk im Schatten zu uns zu nehmen. Lucy wird sofort von einer der Angestellten mit dem typischen Klatschen und gleichzeitigem Singsang „Hello, Babyyyyy!“, der uns schon allzu vertraut ist, abgegriffen und dem Rest der Belegschaft vorgestellt. Wir kennen das schon und bleiben entspannt, unser „Babyyyy“ feiert diese herzliche Zuwendung der Einheimischen ja eh schon ab, seitdem wir hier sind.
Wir trinken also unsere Cola und beobachten aus dem Augenwinkel, wie sich immer mehr Thais am Ende des Stegs um unsere Maus scharen. Ein großes Hallo und eine bestens gelaunte Lucy mittendrin.
Ein Schluck Cola und ein Blick später: Am Stegende wird gejohlt und geklatscht, die Thais und Lucia haben scheinbar einen Megaspaß. Noch einen Schluck später, es wird der letzte sein, wird von zwei Thais ein Waschzuber mit Wasser über den Zugang auf den Steg getragen und unser Baby hat auf einmal keinen Body mehr an. Adrian springt auf und nimmt unser Kind an sich, das nun doch irritiert schaut. Wir wollen niemanden brüskieren, aber das ist uns nun doch zu viel und wir geben vor, nun weiter fahren zu müssen. Mit großem Winkewinke wird das „German Baby“ verabschiedet und wir fragen uns, ob unser Kind so verkommen aussieht, dass man es so dringend baden muss. Oder ist es eine landestypische Sitte, die uns nicht bekannt ist?
Wir grübeln noch etwas und fahren weiter zu unserem Lieblingsstrand mit den tollen Bäumen.
Später am Pool wartet eine kleine Überraschung: Eine der Angestellten hat für Lucia ein leichtes Baumwollensemble mitgebracht und überreicht es uns feierlich. Wir sind von dieser Geste sehr gerührt.
Das Abendessen nehmen wir zum ersten Mal wieder zu zweit ein. Das Restaurant im Garten des Hotels ist klein aber fein und die Aussicht ist herrlich. Da das Babyfon keine Vorkommnisse meldet, halten wir noch ein wenig die Füße in den Pool und genießen die tolle Atmosphäre.
Im Kühlschrank findet sich noch zu süßer Mandarinensaft und zu trockener Rotwein. Wir sind in Stimmung und mischen uns daraus eine, mmh, nennen wir es mal „Thai-Sangria “. Gar nicht so schlecht. Lucia schläft diese Nacht zum Glück brav durch.

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