Wir dachten wir hätten den Wecker bereits auf eine unmenschliche Uhrzeit (4.30 Uhr) gestellt, dennoch waren wir alle drei bereits deutlich vorher wach. Es regnete, erneut. Es hätte sehr gemütlich sein können, das Geprassel auf unserem Dach, doch leider mussten wir unsere Koffer und unser Auto packen. Wir hatten, wie jedes Mal, wenn ein größerer Unterkunftswechsel anstand, tags zuvor die dreckige Kleidung gewaschen. Diese hing heute Nacht zum Trocknen auf dem Balkon. KC hatte sie zwar schon in weiser Voraussicht unter das Vordach gehangen, aber wirklich genutzt hat es bei dem Regen nichts. Auch die 174 Stufen bis zum Auto mit Koffern und Kind schaffen wir nicht wirklich trocken. Wir bleiben also unserer Tradition treu und nehmen nasse Sachen mit.
Relativ pünktlich um fünf Uhr morgens starten wir mit unserem sommerbereiften Honda City in das Wildwassergetümmel, in das sich die Straßen verwandelt haben. Zum Glück ist wenig los und der Regen hört auch bald auf. Auf dem Weg in Richtung Flughafen kommen wir durch Phuket Stadt durch. Früh morgens im Dunkeln ist es beinahe unmöglich, die spärlich vorhandenen und dann von Werbung überdeckten Straßenschilder zu entdecken. Dementsprechend verfahren wir uns zur Abwechslung. Der Rückweg auf unsere Route wird von in der Dunkelheit auf der Straßenmitte wandelnden Mönchen und der Tatsache, dass es eigentlich keine Ampeln (schon gar keine roten) mehr zu geben scheint, deutlich erschwert. Als einzige Autofahrer, die an einer roten Ampel halten, provozieren wir beinahe einen Auffahrunfall. Als wir die Insel Phuket verlassen, geht bereits die Sonne auf. Die Anstrengung fällt von uns ab und wir entspannen uns und genießen die Fahrt. Kurz vor dem Airport in Krabi fallen wir wieder auf den thailändischen Trick herein, die Hauptstraße abknicken zu lassen, aber weder die Verkehrsschilder noch die Straßenmarkierungen weisen darauf hin, sodass wir falsch abzweigen und prompt in einen Stau geraten, verursacht durch… einen Auffahrunfall. Zu diesem Zeitpunkt haben wir gerade noch eine Stunde Zeit für Check-In, Autorückgabe und Boarding. Der Stresslevel steigt wieder. 45 Minuten später sitzen wir völlig überrascht über uns selbst, fertig im Flieger. Das Auto ist anstandslos zurückgegeben, wir haben eingecheckt und das Boarding ist abgeschlossen. Unglaublich.
A prospos Check-In… in Bangkok wurden wir beim Check-In durch eine hoch moderne Anlage geschleust. Wir mussten unsere Gepäckbänder selbst an Automaten ausdrucken. Am Schalter wurde nur noch das Gepäck schnell kontrolliert und gleichzeitig gescannt. Hier in Krabi war der Schalter ein altes Holzpult, die Waage für das Gepäck ein alter, zerosteter Stahl-Peilometer mit briefmarkengroßer Stellfläche. Auf diese Weise kommen Sie unserem, durch nasse Kleidung verursachtem Übergepäck zum Glück nicht auf die Schliche.
Flug und Transfer zum Hotel klappen reibungslos. Perfekt im Zeitplan checken wir nachmittags in unser neues Hotel ein. Unser Zimmer liegt in obersten Stockwerk und ist überraschend klein, dafür aber teuer. Wir merken schnell, dass in Singapur wohl doch andere Prise herrschen als in Thailand bzw. dem Rest der Welt. Da uns nur zwei Tage Aufenthalt bleiben und das Zimmer sowieso zu klein ist, packen wir nicht groß aus,sondern ziehen direkt auf eigene Faust los. Singapur ist eine Stadt voller Überraschungen.
Überraschung Nummer eins: Busse werden nur noch mit Karte bezahlt. Sollte man doch in die Verlegenheit kommen, zum Beispiel als Tourist, gibt es einfach kein Rückgeld.
Überraschung Nummer zwei: Alles ist riesig, überdimensioniert und wirkt unecht. Hätte man sich eigentlich auch denken können, es wirkt aber ganz anders wenn man es erlebt.

Überraschung Nummer drei: Hier müssen ziemlich viele Idioten leben. Warum sonst müsste man überall überflüssige Hinweise aufstellen. Adrians Lieblingsschild lautet: „Pedastrians: use the crossing“ das beinahe alle 200 m am Straßenrand steht. Auch wird davor gewarnt, sich den Kopf nicht von der Parkplatzschranke einschlagen zu lassen, ein ohnehin wie Fort Knox gesichertes Gelände zu betreten, weil man sonst erschossen wird, etc. In der U-Bahnstation ereilt KC der Hunger und sie beißt in ein kleines Sandwich. Plötzlich schiebt sie es unauffällig wieder in die Wickeltasche, die Leute in der Station gucken komisch. Da sehen wir es: Essen und trinken in der Station kostet 500 Dollar, Rauchen 1000,- und das transportieren von flammbaren Materialien 5000,- und auf den Transport der Durianfrucht gleich Todesstrafe. Zudem wird man an jeder Ecke und auch über den Lautsprecher dazu aufgefordert, sich gegenseitig zu verpetzen und die 995 anzurufen. Ein Paradies für den in Deutschland weit verbreiteten „Meckerrentner“. Die Bahn selbst ist so konzipiert, dass sie ohne Fahrer fährt, die Türen befinden sich an den zum Einsteigen vorgesehenen Einlasungen in der Glasfront, die den Bahnsteig von den Gleisen trennt. Selbstmord ist hier also auch verboten. Sich den Hintern abzufrieren, dagegen nicht. Wir vermuten, nachdem wir nun mehrfach von draußen bei 35 Grad nach drinnen in gefühlte -10 Grad wechseln, eine Arzneimittelmafia, die ein Monopol von Erkältungsprodukten vertreibt.
Zusammengefasst: Das eigentliche Singapur wirkt auf uns total clean, unterkühlt und reglementiert. Gelacht wird auch wenig. Vielleicht in der Öffentlichkeit verboten? Wir wollen etwas Echtes sehen und Atmosphäre erleben und besuchen Chinatown. Dort irren wir zunächst ein wenig durch die Straßen. Es erstaunt uns immer noch wie krass die Preise für die alltäglichsten Dinge sind. Aber es tut ganz gut das Gewimmel und durcheinander von Chinatown zu erleben. Das ist ein erfrischender Kontrast zu dem sonst so cleanen Singapur. Auf unserem Weg kommen wir auch an einem Buddhatempel mit einer Zahnrelique von Buddha vorbei. Natürlich lassen wir uns diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen.

Auf der abendlichen Suche nach einem bezahlbaren Abendessen landen wir am Ende bei einer Gruppe von Streetkitchen die sich im Schatten der Oper in einem der besseren Viertel von Singapur befinden. So ganz sind wir wohl noch nicht über Thailand hinweg 😉 Wir genießen das Essen direkt an der Bucht und spazieren danach gemütlich zum Bus und in das kleine Hotelzimmer.











Den letzten Abend in Phuket verbringen wir dann doch noch spontan auf dem Nightmarket, der gleich um die Ecke liegt. Es gibt Stände mit Kleidung, Sonnenbrillen, etc., was uns international einigermaßen austauschbar erscheint. Im hinteren Teil finden wir allerdings die „Fressmeile“ vor. Dort gibt es kulinarisch so viele unterschiedliche Kleinigkeiten, dass wir uns erst gar nicht entscheiden können.
Also holen wir uns nach und nach immer wieder kleine Leckereien und nehmen an einem der Tische, die hier herumstehen Platz und plaudern mit den unterschiedlichsten Leuten, die sich dazusetzen. Mir kommt es vor wie ein fröhliches Tapasessen, nur auf thailändisch eben. Auf dem Rückweg nehmen wir die Abkürzung durch die Mall, welche zwischen dem Markt und unserem Hotel liegt. Ich stelle mal wieder fest, ich kann Adrian und Lucy nicht eine Minute alleine lassen…
Wir ziehen am nächsten Tag weiter zu unserem letzten Domizil in diesem Land, bevor es nach Singapur geht. Unsere Unterkunft ist diesmal ein Bungalow, der am Hang liegt und nur über den Aufstieg von 174 Treppenstufen unter freiem Himmel in eigenwilliger Manier unregelmäßig angebracht, zu erreichen ist.
Wir reden uns ein, dass wir in den letzten Wochen ohnehin zu wenig Sport hatten und schlagen das freundliche Angebot unseres Wirts aus, weiter nach unten umzusiedeln. Dafür ist die Aussicht von hier oben phänomenal und die Privatsphäre auch sehr schön. Der restliche Tag steht voll und ganz im Zeichen der Erkundung von Gelände und Umgebung. Erster Punkt welcher einer gründlichen Untersuchung von Lucia unterzogen wird, ist der wirklich phänomenale Pool. Wir genießen die Ruhe, die angenehme Luft und die Aussicht, bevor wir uns in das doch sehr touristische Getümmel am Strand vor der Bungalowanlage stürzen.
Am Strand finden wir am Rand der Bucht eine lustige Rasta-Bar und Lucia nette Leute zum Flirten. Den erschwerlichen Aufstieg zurück zu unserer Unterkunft begießen wir bei Kerzenschein mit einem Glas Wein und leckerem thailändischen Essen „for take away“, landestypisch alles separat in Plastiktüten (Curry und andere Saucen werden in Tüten verpackt, die wir sonst zum Einfrieren nehmen. Im Falle von Suppe sieht das aus, als käme man aus der Zoohandlung und hätte Algen für das heimische Aquarium dabei.) Trotzdem lecker.
Wir satteln erneut den Honda und machen uns auf den Weg nach Phuket. Der Verkehr ist wie immer thaimäßig, also nicht langweilig und immer mal wieder adrenalinlastig. Wir erreichen unser schnuckeliges und pastellfarbenes Hotel auf Anhieb, ein Glück! Direkt nach dem Check-in erkunden wir die Stadt, die uns neben Bangkok direkt übersichtlich erscheint. Den viel erwähnten Umbruch spürt man deutlich: neben der allgegenwärtigen, hässlichen Verkabelung gibt es total hübsche Häuserfassaden, Bars und Kneipen von hip und reggaegeprägt über retrostylisch bis hin zur Jazzkneipe mit Livemusik.
Wir fühlen uns sofort wohl und Adrian ist von der Kamera nicht mehr wegzubekommen. Das nach dem langen Spaziergang verdiente Abendessen nehmen wir in einer Bar ein, die vorn an der belebten Straße liegt und hinten hinaus Plätze am Wasser hat. Leider macht Lucia pünktlich zur Anlieferung unseres Essens schlapp und wir nehmen das letzte Getränk auf dem Rückweg ein.
Die folgende Nacht ist sehr unruhig, für uns alle. Dabei ist das Hotel wirklich prima. Lucia, eingebettet in das nagelneue, hübsche Kinderbett des Hotels, taucht stets, wenn ich sie schlafend wähne, wortlos mit dem Schnuller im Mund wie ein Gespenst vor meinem Gesicht auf. Was wir vor wenigen Wochen noch abgefeiert haben, nämlich dass sie sich alleine hinstellen kann, erweist sich nun als kontraproduktiv. Trotzdem muss ich lachen, es hat etwas von Slapstick, wie immer wieder das Gesicht kommentarlos auftaucht und mich der abwartendende Blick taxiert. Wir probieren es nochmal mit unserem mitgebrachten Reisebett, das wie ein Wurfzelt funktioniert und irgendwann, aber wirklich spät, schlafen endlich alle.
Für den nächsten Tag steht die Besichtigung der Tempelanlagen, auf Thai „wat“, an. Da der Umgang mit dem Buddhismus vorsieht, dass man nur in langer Kleidung, die Knie und Ellenbogen bedeckt, die Tempel betreten darf und die Mönche absolute Respektspersonen sind, ziehen wir bei über 30 Grad lange Sachen an.
Die Anlagen sind mehr als imposant und werden gehegt und gepflegt. Einer der Mönche, der uns beobachtet, wie wir den Kinderwagen mit der schlafenden Lucia die Treppe rauf und runter tragen, geht auf uns zu und gibt Adrian zwei Flaschen Wasser. Er nickt mir dabei zu, aber direkter Kontakt mit Frauen ist tabu. Eine beachtliche Geste, wenn man bedenkt, dass Mönche nicht direkt angesprochen oder angefasst werden dürfen, selbst Spenden werden vor oder im Tempel abgelegt und nicht direkt überreicht.

Heute haben wir nach unserem gemeinsamen und ausgiebigen Frühstück keine wirkliche Lust, uns aus dem Hotel zu bewegen. Wir beschließen, einen ruhigen Tag an Pool und Strand zu verbringen. Genau das machen wir dann auch und machen …. Nichts. Zumindest nicht viel.
Tags drauf nutzen wir die “Karte” von Thomas um zu einem weitergelegenen, unbekannten Wasserfall zu fahren. Die örtliche Verkehrsführung und Beschilderung hindern uns daran, selbst nach anderthalb Stunden vor Ort den Start für unsere Wanderung zu finden. An verschwindende Straßen gewöhnt, denken wir uns nichts besonderes dabei, als wir letztendlich durch den Dschungel den Berg hinauf fahren und plötzlich im Nirgendwo mitten auf dem Gelände eines Klosters stehen. Dort gibt es zwar auch einen kleinen Wasserfall und eine wirklich idyllische, ruhige Atmosphäre, dennoch beschließen wir nach einem kurzen Aufenthalt zurückzufahren. Auf dem Rückweg entdecken wir durch Zufall (oder mit Adlerauge) die Einfahrt, die wir zuvor vergebens gesucht haben. Kurzentschlossen fahren wir dann doch noch zu den Regenbogenwasserfällen, wie sie übersetzt heißen.
Diesmal müssen wir keinen Eintritt zahlen, sondern lediglich eine kleine Parkgebühr. Voller Vorfreude packen wir uns, den Mückenschutz, Lucia und alles andere ein und wandern los. Doch der „Wasserfall“ liegt bereits hinter der ersten Biegung und ist zur Zeit recht klein. Dennoch ist die Ruhe und die Kraft der Natur zu spüren. Nach dem kurzen Trip machen wir uns wieder auf und zurück ins Hotel. Dort genießen wir den Sonnenuntergang am Strand, wir können davon alle drei nicht genug bekommen.
Nach einer sehr unruhigen Nacht von Lucia und Kathrin beschließen wir heute wieder einen ruhigen Tag im Hotel zu verbringen. Wir wechseln also den ganzen Tag über zwischen Strand, Meer, Pool, Lobby (nur hier hat man einigermaßen Internet) und Zimmer hin und her und machen … erneut nichts. Zumindest nicht viel. Erst gegen Abend kehren die Lebensgeister wieder. Lucia freundet sich mit der Hotelleitung an und Kathrin organisiert uns eine herrliche Stunde im Sonnenuntergang am Strand mit Cocktail zu zweit. Im Anschluss daran gehen wir zu dritt essen, zwei genießen die thailändische Küche und einer schläft 😉
Wieder ist ein sehr schöner Tag in Thailand zu Ende. Wir lassen ihn bei Kerzenschein auf dem Balkon ausklingen und besprechen, nicht ohne ein wenig Wehmut die nächsten Tage. Der Pessimist in mir sagt: jetzt sind es nur noch wenige Tage die uns hier verbleiben, der Optimist freut sich über die spannenden Tage, die uns in Phuket-Stadt, am Meer und in Singapur noch erwarten.
Danach statten wir Thomas, einem jungen Deutschen mit knallrotem Vollbart, der scheinbar deutscher Aussteiger ist, einen Besuch in seinem „Reisebüro“ ab. Genau genommen ist es ein Tresen vor einem der zahlreichen Massagesalons, der mit vielen Prospekten und einer großen Übersichtskarte der Umgebung bestückt ist. Thomas ist soeben selbst Vater geworden, also ist er für Ausflüge mit Baby ein adäquater Ansprechpartner. Zudem klärt er uns darüber auf, dass man entgegen der Annahme in Thailand sehr wohl surfen kann. Genau das macht er nämlich in der Nebensaison und verleiht daher auch Boards-wenn es Wellen gibt. Der Märt ist dafür leider weniger bekannt. Schade! Aber mit dem ramponierten Knie wäre das eh schwierig geworden.
Mit neuen Informationen versorgt starten wir in Richtung Norden, wo sich ein schöner Strand mit Surferbar und kleiner Lagune an Strand befinden soll, der Weg dorthin sei eine schotterpiste und man frage sich mehrfach, ob das hier der richtige Weg sei. Gut, dass wir vorgewarnt wurden, denn genau so ist es dann auch. Der Strand ist abgelegen, wirklich wunderschön und hat sogar kleine Wellen. Die Lagune kommt uns auch gelegen, da unsere Maus nach einem kleinen pampersunfall ein Bad benötigt. Während Adrian eine Thaimassage direkt am Strand in einem offenen Bambushäuschen „erleidet“, teste ich die Surferbar. Lucy hält sich derweil in Sachen Bespaßung mal wieder ans Personal und hat Erfolg.
Zufrieden und entspannt erreichen wir am frühen Abend unser Domizil, hüpfen erst noch gemeinsam ins Meer und dann in den Pool. Während Adrian Lucy in den Schlaf wiegt, gehe ich auf Essensjagd, denn wir wollen heute auf unserem schönen Balkon speisen. Für gerade mal 500 Baht, umgerechnet 12-13 Euro bekomme ich zwei Vorspeisen, zwei Hauptgericht mit Beilagen und zwei Desserts.
Wir schwingen uns in unser Auto und besuchen den nächstgelegenen Nationalpark und wandern zu den Wasserfällen. Die Umgebung ist dschungelähnlich und „alles außer den Thais ist hier riesig“, Zitat Adrian beim Anblick eines Laubblattes von mindestens Pizzatellergröße.
Auf dem Rückweg besuchen wir das Tsunami-Museum und das als Mahnmal ausgestellte Polizeiboot, das vom Tsunami 2004 einen Kilometer weit ins Land geschwemmt wurde. Beim näheren Hinsehen erkennt man: Es ist aus massivem Stahl und über zehn Meter lang. Nach dem ersten Eindruck, welch eine Kraft solche Wassermassen haben, können wir im Museum das ganze Ausmaß der Katastrophe in Bild und Ton auf uns wirken lassen. Nach einem Film mit Livesequenzen von Amateuren aufgenommen, ist unsere Stimmung ziemlich gedrückt. Es müssen kriegsähnlich Zustände hier geherrscht haben und die auf den Bildern gezeigte Zerstörung ist immens.
Nachdenklich kehren wir zum Hotel zurück und suchen uns eine Bar, die Wifi hat. Lucy wird von ihrem Zahnungsproblem vom netten Kellner abgelenkt, indem er ein klitzekleines und ganz zahmes Kaninchen zwischen unsere Gläser setzt.
Ein letztes Mal frühstücken wir in unserem Hotel in Krabi. Wir genießen es sehr den Tag derart entspannt angehen zu können. Nach einem letzten Exklusivfrühstück nach individuellen Wünschen verstauen wir unsere sieben (plus x) Sachen in unserem überraschend geräumigen Honda City und machen uns auf den Weg nach Khao Lak, unserer nächsten Unterkunft.
Der erste Teil der Nationalstraße Nummer vier ist vierspurig (in der Praxis gerne auch mal sechs oder mehr spurig). Zwischendurch kann es aber durchaus mal vorkommen, dass ein Stück Straße fehlt, dann geht es vier bis x-spurig über Schotter. Was niemanden daran hindert so weiter zu fahren wie bisher. Auf den letzten vierzig Kilometern geht es durch das bergige, üppig grüne und wunderschöne Hinterland, wo sich die Straße so sehr verkleinert, dass
Kathrin sich wundert ob wir auf der richtigen (National-)Straße sind. Man muss dazusagen, dass die Straße sich in Serpentinen den Berg hinauf- und hinabschlängelt sowie einer Achterbahn nicht unähnlich, in sich Verwrungen ist und (Adrian) beim fahren einen Heidenspaß bereitet. Die Damen sind bei der Straßenqualität geteilter Meinung, die eine beklagt auf dem Beifahrersitz leichte Übelkeit und die andere schläft auf der Rückbank. Noch immer im Rausch fahren wir an unserer Unterkunft zunächst vorbei.
Der Check- in im Hotel geht zügig, das Zimmer ist riesig, das Bett auch. Der Balkon geht zur Rückseite mit Blick auf die Poollandschaft, die von einem parkähnlichen Garten umgeben ist. Wir erkunden erstmal den Pool und nehmen dann einen Sundowner am Strand, der wirklich traumhaft schön ist und direkt hinter dem Pool liegt. Zwar ist das hier eine beachtliche Anlage, auf größere Menschenmengen ausgelegt, aber das verläuft sich zum Glück. Viele Skandinavier und
Niederländer verbringen ihren Urlaub hier und man sieht mehr blonde Kinder auf einem Haufen als im Emsland. Wir hängen am Strand ab, bis es dunkel wird, gönnen uns einen Cocktail (irgendwie ist hier rund um die Uhr Happy Our) und weil es so schön ist und Lucy im Kinderwagen schläft, bleiben wir gleich hier und genehmigen uns ein Abendessen im nicht ganz billigen Restaurant mit Blick aufs Meer. Herrlich!