Sizilien giorno cinque: Noto

Bevor wir uns für den heutigen Tag etwas vornehmen checken wir erst den Gesundheitsstatus sämtlicher Beteiligten. Es scheint ja jeden Tag jemand anderes etwas neues zu haben 😜

Aber nur Lucia hat heute noch etwas Magen-Darm, es geht ihr jedoch schon besser. Wir beschließen am Vormittag zu dem nahegelegenen Noto zu fahren und im Anschluss den Vogel- und Naturschutzpark zu erkunden. Unsere vier Begleiter wollen erst einen ruhigen Vormittag verleben und überlegen ob sie spontan nachmittags zu uns stoßen.

Also nach dem Frühstück alle vier ins Auto und auf nach Noto, ein verschlafenes Nest, so scheint es. Doch weit gefehlt. Noto liegt malerisch auf einem Berg. Von unserem Parkplatz nahe des Dorfplatzes geht es den Reisegruppen hinterher, an Touribuden vorbei in Richtung Altstadt. Die begrüßt uns zunächst mit einem imposanten Tor und Jugendlichen mit Wellensittichen auf dem Arm, ein kurioses Bild. Dem folgt ein netter Spaziergang durch die wirklich sehenswerte Altstadt Notos, was so keiner von uns erwartet hätte. Wir genießen den Bummel durch die Stadt und Runden den Besuch in Noto mit einem leckeren Eis ab. Danach geht es, Lucias Bauchschmerzen geschuldet, zur Mittagspause zurück zur Unterkunft.

Am Nachmittag brechen wir alle gemeinsam zu acht auf in den Nationalpark. So schön wie er ist, so ungeeignet ist er für Kinderbuggies. Wir gehen also nur bis zu einer hübschen Aussichtstelle. Hier gingen dann unsere Laufrouten los. Kathrin drehte als erste ihre Runde und kehrte völlig begeistert zurück. Im Anschluss bin ich durch den park gelaufen. Mein Ziel war es eigtl den Park einmal zu durchqueren. Auf der einen Seite blockierten Rouinen und ein großer Sumpf den Weg und auf der anderen Seite stand nach zwei Drittel des Weges eine Blockade. Dennoch reichte die Strecke für einen unglaublich abwechslungsreichen Run.

Müde, erschöpft aber glücklich fanden wir uns am Abend wieder in der Unterkunft ein, nach einem Sundowner-Bier am Strand 😎

Sizilien giorno tre e quattro: chillaxen, Sport und Krankheiten

Am Tag nach dem schönen Ausflug nach Syrakus haben wir beschlossen, einen gemütlichen Tag am Meer zu verbringen. Gesagt getan, nach dem Frühstück ging es runter an den Strand.

Mittagspause auf der zum entspannen einladenden Terasse und nachmittags wieder runter an den Strand. Ein schöner, herrlich unangestrengter Tag.

Unsere vier Begleiter sind zur selben Zeit bei unstetem Wetter nach Ragusa und nach Modica gefahren. Beides schöne Städte, aber den Stress nicht unbedingt wert, so resümieren sie am Abend. Wir beschließen, da müssen wir uns selbst ein Bild machen.

Der nächste Tag ist der erste Tag an dem Kathrin und ich annähernd beschwerdefrei sind. Wir waren beide seit Start in Hannover mit einer unangenehmen Erkältung geplagt. Doch direkt nach dem Aufstehen um kurz vor sieben beehrt uns unsere älteste Tochter mit dem Inhalt ihres Magens. Spontan hängen wir einen Balkon-Strand-Chillax-Tag dran. Lucia bewegt sich den ganzen Tag weder von Mamas Seite noch aus ihrem Liegekorb weg.

Ein ungewöhnliches Bild unserer sonst doch recht aktiven Tochter, aber es hat ihr wohl gut getan, sonst hätte sie es nicht von sich aus so ausgehalten. So verstrich auch dieser Tag mit süßem Nichtstun. Erst am Abend packte mich der Tatendrang und ich zog meine Joggingschuhe an. Es gibt eine Verbindung von unserem Strandabschnitt aus zum nahegelegenen Vogel- und Naturschutzpark.

Ich bin überwältigt von der Schönheit dieser Landschaft und beschließe, die Tage einmal durch den Park zu joggen.

Sizilien giorno primo e due: Strand und Syrakus

Den ersten vollständigen Tag verlebten wir alle acht völlig unaufgeregt im Garten unserer wirklich tollen Unterkunft sowie am wenige Meter entfernten Strand. Erst mal ankommen und runterfahren war die Devise. Spektakulärste Elemente des Tages waren die tolle Terasse unserer Unterkunft sowie die unerklärlichen Kugeln am wirklich tollen, nahezu privaten Strand.

Am zweiten Tag trennten sich dann tagsüber unsere Wege. Familie Berhard setzte sich nach dem Frühstück geschlossen ins Auto. Los ging es über die wirklich beschaulichen Straßen Siziliens mit dem Ziel Syrakus. Überraschend schnell adaptierte Adrian die innerstädtische, italienische Fahrweise sodass wir recht zügig einen Parkplatz mitten in der Innenstadt, an einem Park mit Spielplatz und Eisdiele und in angenehmer Fußmarschlänge zur Altstadt fanden. Da wir keine Ahnung hatten was uns erwarten würde haben wir erst einmal einen Stopp am Spielplatz gemacht und es gab für alle das erste italienische Eis sowie einen Capuccino für die Großen.

Ich weiß nicht ob es ein Missverständnis oder Absicht war aber wir wollten drei Kugeln Eis in drei Waffeln, bekommen haben wir sechs Waffeln (je zwei ineinander) und drei gigantische Eisportionen obendrauf 😯

Nachdem wir uns daran abgearbeitet hatten ging es zu Fuß in Richtung Altstadt. Zunächst entlang der Hafenanlagen und später kreuz und quer durch die herrlichen kleinen Gassen einfach der Nase nach.

Diese kleinen italienischen Altstadtgässchen haben einfach ihren eigenen hinreißenden Charme. Den Höhepunkt dieser Etappe bildete ein Besuch des Gran Caffe del Duomo. Ein sehr schönes Lokal mit guter, breit aufgestellter Küche in bester Lage mitten auf dem Domplatz. Dafür waren die Preise nahezu lächerlich. Wir gönnten uns etwas zu essen und zu trinken und die Kinder konnten über den Domplatz flitzen.

Parallel wurde noch eine Tonprobe für das am Abend stattfindende Konzert gemacht, sehr zur Freude unserer Mädels. Als alle satt an Eindrücken waren ging es zurück zum Auto und zur Unterkunft zurück. Auch hier war wieder beherztes fahren durch den italienischen Feierabendverkehr angesagt 😜

Beide Tage endeten herrlich ruhig mit einem leckeren Abendessen in munterer Runde zu viert bei Kerzenschein mit vier liebevoll schlafenden Kindern.

Sizilien giorno zero: Bella Italia – wir kommen (nochmal)

Nach einem spannenden Entscheidungskrimi über die vergangenen Wochen haben wir uns vorgestern, quasi in letzter Minute, dazu entschlossen mit den vier Harms für 11 Tage nach Sizilien zu fliegen.

Die Idee dazu hatten wir alle bereits im März diesen Jahres. Jedoch ging es in beiden Familien gesundheitlich hoch her, sodass wir immer wieder überlegten alles abzublasen. Ein letzter Besuch beim Kinderarzt besiegelte dann die Entscheidung.

Entsprechend ging es dann recht schnell los, Mietwagen organisieren, Koffer packen, die Wohnung räumen und auf zum Bahnhof.

Ein Nomadentross bewegte sich dann zum Flughafen. Einchecken, Sicherheitskontrolle und Einsteigen absolvierten Groß und Klein äußerst routiniert.

Der Flug als solcher verlief sehr unterschiedlich. H. resümierte, es war so entspannt, als wäre er allein geflogen. Von unserer Seite war es der anstrengenste Flug den wir je gemacht hatten. Lucia war quengelig, Lisanne kränklich und entsprechend am Weinen und Kathrin und Adrian waren auch nicht wirklich fit. Zweieinhalb anstrengende Stunden später war es um kurz nach drei soweit, wir betraten sizilianischen Boden.

Nächstes Abenteuer war das Abholen des Mietwagens, was in unserem Fall „nur“ eine Stunde dauerte. Wenig später hatten wir unseren Fiat Kombi in guter alter Tetrismanier bis unter das Dach befüllt und es konnte weitergehen. Kurz vor der Unterkunft füllten wir noch die letzten Lücken des Autos – hinter dem Kindersitz, im Fußraum und zwischen den Kindern – mit der Beute eines ersten Einkaufs. Allerdings mussten wir, wie damals in Barcelona, feststellen, dass es hier den Straßennamen, zum Glück doppelt gibt. Als wir nämlich schlussendlich von unserer Gastmutter zu unserem Domizil für die nächsten sieben Tagen gelotzt wurden, stellten wir erleichtert fest, dass die Umgebung und vor allem der Strand wesentlich kinderfreundlich und hübscher ist als unser erster falscher Anlauf.

Gegen 22 Uhr waren dann endlich alle Informationen auf Italdenglisch ausgetauscht, die Autos leer geräumt und die Kinder ins Bett gebracht. Wir gönnten uns zu viert noch eine Kleinigkeit bei Kerzenschein auf der Terasse bevor wir alle erschöpft aber gespannt auf die nächsten Tage ins Bett fielen.

Florida Day 29: Jungle Island

Nachdem wir mit dem Kennedy Space Center als letztes eher etwas für die Erwachsenen unter uns besucht hatten, haben wir uns für den heutigen Tag mit dem Besuch des Jungle Islands mehr nach unseren beiden Mädels orientiert. Jungle Island ist ein Tier- und Freizeitpark mit dem Schwerpunkt auf Papageien der auf einer Insel zwischen Downtown Miami und Miami Beach liegt.

Der Eintrittspreis war recht ordentlich jedoch war das gebotene und die Möglichkeiten die man hatte jeden Cent Wert. Der Park an sich war ähnlich einem Jungle mit dichter Vegetation bepflanzt und überall saßen zahme Papageien. Nach einer kurzen Orientierungsphase sind wir zur Vogelshow, die kurzweilig und dennoch auch für die kleinen unterhaltsam war. Im Anschluss schlenderten wir vorbei an den unterschiedlichsten Vogelarten, einer riesigen Schildkröte und dem Streichelzoo hinüber zu einer weiteren Tiershow in der einzelne Tiere des Parks und ihre Eigenheiten dem Besucher näher gebracht wurden. Darunter drei Pinguine, ein Hängebauchschwein und ein Kängurubaby. Nach der Show blieben wir noch, zum Teil aus freien Stücken, zum Teil weil wir Lisanne nicht eingefangen bekamen, noch zum Meet-and-Greet mit Tier und Wärter. Es entspannen sich kurze, witzige, multilinguale Dialoge. Auf dem Rückweg zum Ausgang ging es vorbei an einer Paintball Shooting Range, Puschel-enten und einem Escape-Room-Bauwagen 😂

Auf dem Heimweg entdeckten wir nach dem letzten Versorgungseinkauf einen niedlichen, verspielten Spielplatz nur wenige Blocks von unserer Unterkunft entfernt. Den Nachmittag verbrachten wir hier. Wir waren sogar derart motiviert, dass wir kurzerhand ein kleines Spielplatz Workout einlegten. Wir wurden sogar, verschwitzt wie wir waren, zu einem Geburtstagsständchen und -kuchen eingeladen.

Ein schöner, sonniger Tag den wir mit selbstgemachten Tapas und einer netten Serie abrundeten.

Florida Day 27 + 28: Sport in Wickham und Fahrt nach Miami

Den letzten vollständigen Tag im Wickham Park wollen wir sportlich, erfrischend gestalten. Für Adrian beginnt es mit einem frühen Lauf durch die Mountainbike Strecke des Parks noch vor dem Frühstück.

Nach dem Frühstück räumen wir in üblicher Manier alles weg und Lucia koppelt den Camper von der Versorgung ab und hilft mir ihn aus der Lücke zu manövrieren. Danach wollen wir ein Schwimmbad um die Ecke anfahren. Es stellt sich heraus, dass es nur eine kleine Bahn ist und sowieso geschlossen hat. Also nehmen wir den längeren Weg von ca. 30 Minuten in Kauf und fahren zum örtlichen County Club, wo neben einer großen Golfanlage, mehreren Tennis Courts und einer Kläranlage auch ein Schwimmbad ist. Auf den ersten Blick sieht es alt und verkommen und in dem hier üblichen Betonlook der 60er und 70er doch eher abschreckend aus. Doch der Eintritt ist günstig, die Betreuung durch die Bademeister ist hervorragend und das eine vorhandene Becken ist einfach riesig. Es bietet neben einem Nichtschwimmerbereich acht oder neun 25m Bahnen sowie einen großen Bereich mit Sprungturm. Wir haben es sehr genossen und einen Großteil des Tages hier verbracht. Abgerundet haben wir den Tag zurück unserem Park mit einem BBQ direkt am Spielplatz im Sonnenuntergang. Alle vier sind auf ihre kosten gekommen. Besser kann ein Tag gar nicht enden.

Heute ist wieder Reise-Tag, es geht von Wickham zu unserer letzten Destination – Miami – vor der Abreise. Weil uns Park und Spielplatz sowie der gestrige Abend so gut gefallen haben, beschließen wir noch vor dem Frühstück alles zu packen und auf dem Spielplatz zu frühstücken.

Gesagt getan und dem Spielplatz einen letzten wehmütigen Besuch abgestattet. Kurz vor dem Mittagsschlaf ging es mit der gesamten Meute ins Auto und ab auf dem Highway.

Am späten Nachmittag/frühen Abend erreichten wir unsere Unterkunft in Miami, eine süße, kleine Hinterhofwohnung, die wir über Airbnb angemietet hatten. Wir versuchten vergeblich mit unserem Wohnmobil im Hof zu parken. Räumten es dann aber nur kurz leer, Kathrin hatte alles schon so gut vorbereitet, dass wirklich alles nur heraus zu tragen war und parkten es einen Block weiter am Straßenrand. Den Abend ließen wir mit Oliven im Park sowie einem gemütlichen Serienabend in unserer sehr kleinen aber doch sehr liebevollen und wohnlichen Unterkunft ausklingen.

Florida Day 26: Kennedy Space Center

Heute wollen wir Raketen sehen, das Kennedy Space Center auf Cape Canaveral ist nur 30 Minuten entfernt. Eigentlich sind wir nur deswegen erneut so weit in den Norden gefahren. Dass wir dann mit dem Campungplatz ein solches Juwel erwischt haben, ist für die letzten Nächte im Camper doppeltes Glück. Nach dem Frühstück Aufräumen, Packen und Abkoppeln des Campers klappt mittlerweile so routinemäßig, dass wir fast schon ein wenig wehmütig sind, dass es bald vorbei sein wird. Danach geht es los Richtung Cape Canaveral. Adrian war schon bei der Anfahrt ab dem Moment nervös als er in 5 Meilen Entfernung bereits das NASA Assembly Building erspäht. Leider zeichnet sich bereits früh ab, dass es zumindest seitens des Wetters ein anstrengender Tag werden würde.

Für die Kinder war es zudem vor allem viel und auch etwas beängstigend. Zugegeben, es war auch etwas ambitioniert mit zwei so kleinen Kindern etwas so Spektakuläres (und von Amerikanern in Szene gesetztes 😜) zu besuchen.

Die Trägerrakete der Spaceshuttles ist wirklich unvorstellbar groß und das in Ruhestand versetzte Space Shuttle Atlantis in echt zu sehen …

Verständlich dass wir das sonstige Infotainment vor Ort wesentlich abspecken müssen. Nichts desto trotz war es ein Meilenstein der Geschichte, den im echten Leben in all seiner Dimension gesehen zu haben sich wirklich gelohnt.

Florida Day 25: Fahrt nach Wickham Park

Wir müssen um 10 aus der Wohnung sein, also fangen wir direkt nach dem Erwachen um 6.30 an zu packen. Unser Plan ist es, das Auto zu packen, die Wohnung zu reinigen und zum Frühstück auf dem Spielplatz unseres Vertrauens um die Ecke zu halten. Selbst ein morgendlicher Regenguss vermag es nicht, uns in der Umsetzung dieses Plans aufzuhalten, um Punkt 9 sitzen wir alle am Frühstückstisch.

Ein schönes Frühstück in sportlicher Atmosphäre im morgendlichen Fort Lauderdale erwartet uns. Nach Frühstück, Abwasch und ausgiebigen Spielens geht es auf die Straße Richtung Melbourne, unserer letzten Campingetappe.

Nach 2,5 Stunden überraschend ruhiger Fahrt kommen wir im Wickham Park Campingground, nach vorheriger Anmeldung beim Ranger an. Uns erwarten Pferdestallungen, ein Turnierreitplatz für Dressur- und Springreiten, ein Bauernmarkt, die unglaublichsten Hühner und Truthähne, die wir je gesehen haben, Volleyballfelder, ein Badesee, eine Geländereitstrecke, mehrere BMX Geländestrecken, ein Discgolfcourt, ein toller Spielplatz mit Grillstelle und der geräumigste, entspannteste und billigste Campingplatz, den wir bislang erlebt haben. Wir sind sprachlos…

Florida Day 24: Wassertaxi in Fort Lauderdale

Heute geht es nach Fort Lauderale, wir wollen eine Tour mit dem Wassertaxi machen. Zunächst scheint unser Vorhaben mangels Parkplatz für RVs zu scheitern. Letztlich stellen wir uns vor eine Einkaufsmall – wer will überprüfen, ob wir einkaufen oder Boot fahren – und gehen zur Station um die Ecke. Glück gehabt, das Taxiboot kommt quasi im selben Moment und hat Platz für 20-30 Leute. Wir haben es fast für uns allein und kaufen ein Tages-hop-on-hop-off-Ticket. Der Stewart, der neben dem Kapitän vorn am Steuer steht, erläutert die Umgebung. Und die ist wirklich spektakulär.

Zu ausgewählten Objekten an Land und im Wasser erhält man Hintergrundinformationen, so zum Beispiel darf man in Florida ohne Bootsführerschein kleinere Yachten fahren, es wird gerade die teuerste Villa Fort Lauderdales für 15 Mio $ hurricanefest komplett aus Beton gebaut und man kann die hochbeeindruckende Yacht von Spielberg, an der wir vorbeifahren, für schlappe 100.000 Dollar am Tag mieten. Pah, denken wir, dann doch lieber eine der fetten Villen, die es zu Hauf direkt am Wasser Downtown
für 1,5 Millionen zu kaufen gibt und die Preise fallen gerade, da die Villen nicht gekauft werden. Der Name Vendig Floridas passt wirklich bestens, man kann per Wasserfahrt fast überall hingelangen. Selbst das kleinste Grundstück mit kleinem Haus hat eine beachtliche Yacht vor Anker liegen.
In Downtown angekommen schlendern wir die örtliche Flaniermeile entlang, den Las Olas Boulevard. Am Ende überzeugt uns ein einladend aussehender Italiener für einen Mittagssnack zu bleiben. Wir lassen uns zu einem Getränk, zwei Eis und einem gemischten Vorspeiseteller, der sich als Vorspeisenetagere herausstellt, hinreißen.

Der Laden ist wirklich beeindrucken und mit vielen Fotos und einem Fenstertresen sowie einer Männersurvivalecke (Brot, Brennholz und Whiskey) ausgestattet.

Nachdem wir mit Nahrung und Eindrücken gesättigt sind, wollen wir an den Strand, also zurück zum Wassertaxi. Diesmal kommt das Taxi nicht direkt und wir vertreiben uns die Zeit mit Quatsch und Fotos am Pier.

Auch die anschließende zweite Fahrt ist für uns beeindruckend, allerdings sind die Kinder am Maximum ihrer Eindrucksaufnahme angelangt und werden unruhig.

Dementsprechend entschließen wir uns, zwei Stationen eher auszusteigen als geplant und uns von dort aus zum Strand durchzuschlagen. Doch das entpuppt sich als wesentlich schwieriger als gedacht. Die Vorbereitungen für ein Western-, Pop-, Rockkonzert am Strand versperrt uns in so ziemlich alle Richtungen den Zugang zum Strand. Noch ehe wir einen Weg ans Wasser gefunden haben, sind beide Kinder eingeschlafen. Zurück aufs Taxiboot wollen wir, aus Angst die Kinder zu wecken, nicht mehr. Weiter zum Strand würde länger dauern als uns lieb ist, also spazieren wir zu Fuß mit den schlafenden Kindern im Wagen zurück und machen noch einen Spielplatzstopp an unserem, mittlerweile Lieblingsspielplatz.

Den Tag beschließen wir mit einer Handgemachten 18″ großen Pizza aus dem Riverside.

Florida Day 22 + 23: Fort Lauderdale

Da die Fahrt nach Fort Lauderale fast vier Stunden dauert, haben wir eine lange Mittagspause eingeplant, in der wir eine Tour mit dem Glasboden-Boot machen wollen.

Wir erreichen den Anbieter keine Minute zu früh: um Punkt eins soll es mit dem Boot, der Princess II, von Key Largo losgehen, fünf vor eins biegen wir auf den Parkplatz ein, das Boot legt wie geplant ab. Die Fahrt macht Spaß, ist auch Dank der Mädels keine Minute langatmig und mit zwei Stunden auch ausreichend für die Geduld der Kinder.

In Fort Lauderale selbst angekommen bewundern wir die zahlreichen (Zug-)Brücken und Kanäle: die Stadt heißt nicht umsonst „Venedig Floridas“.

Unsere Airbnb-Wohnung ist fast größer als unsere eigene daheim, hat zwei Bäder, eine riesige Wohnküche, große Betten und einen gerade passenden Parkplatz für unser Mobil.

Da es schon Abend ist, folgen wir der Empfehlung unseres Hosts und besuchen das Riverside Marketplace, ein wirklich ungewöhnlicher Laden! An den Wänden reihen sich schier unendlich viele Glaskühlschränke mit nicht zu überblickender Auswahl an Bieren aus aller Welt.

Dagegen ist Onkel Ollis Kiosk Anfängerkram. Im Gastraum selbst gibt es bunt gewürfelte Sitzgruppen aus Sofas, Sesseln, Tischen und Barhockern.

Das Konzept ist einfach: Essen wird gebracht, Bier nimmt man sich selbst. Die Kinder bedienen sich am Spieleschrank, in Summe also alles fein und ein guter Tagesabschluss.

Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen. Es gibt zwei schöne Spielplätze ganz in der Nähe, die wir beide beehren.

Zwischendurch fahren wir kurz in die Stadt, verschaffen uns einen Überblick, kaufen leckere Sachen für den Abend und genießen es, so eine tolle Wohnung zu haben. Wir kommen sogar dazu beide eine Runde joggen zu gehen.

Die Kinder sehen das erste Mal seit vier Wochen eine Folge Sandmännchen und wir Großen essen endlich mal wieder zu zweit, zivilisiert mit Musik und allem, was dazu gehört, nachdem im Kinderzimmer Ruhe eingekehrt ist.